Retinopathie der Frühgeburt (ROP)
Eine Netzhauterkrankung bei Frühgeborenen, die engmaschige Kontrollen erfordert.

Überblick
Die Frühgeborenenretinopathie (ROP) entsteht, wenn sich die Blutgefäße der Netzhaut wegen einer zu frühen Geburt nicht vollständig entwickeln konnten. In schweren Fällen kann sie zu einer Netzhautablösung und zur Erblindung führen.
Die gute Nachricht: Durch ein strukturiertes Screening und eine rechtzeitige Behandlung lässt sich eine schwere Sehschädigung heute in den allermeisten Fällen verhindern.
Symptome
- Keine äußerlich erkennbaren Anzeichen
- Feststellbar ausschließlich durch eine augenärztliche Untersuchung des Augenhintergrunds (Funduskopie)
- Deshalb ist das Vorsorge-Screening so wichtig
Ursachen & Risikofaktoren
- Niedriges Gestationsalter und niedriges Geburtsgewicht
- Dauer und Intensität einer Sauerstoffgabe nach der Geburt
- Weitere Risikofaktoren des Frühgeborenen
Behandlung
Behandlungsbedürftige Stadien werden mit einer Laserkoagulation der noch gefäßlosen Netzhaut oder mit einer Anti-VEGF-Injektion behandelt.
Hat sich die Netzhaut bereits abgelöst, kann eine Operation (Vitrektomie) notwendig werden. Durch rechtzeitige Diagnose und Therapie lässt sich eine Erblindung weitgehend verhindern.
Weitere Erkrankungen
Grauer Star
Eine zunehmende Trübung der natürlichen Augenlinse, die das Sehen unscharf und blass werden lässt.
Mehr erfahrenSehnervGrüner Star
Eine fortschreitende Schädigung des Sehnervs – oft lange ohne Beschwerden.
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